Veränderung

Waiting for a change to set us free
Waiting for the day when you can be you and I can be me

(Christina Aguilera)


Es gibt Zeiten, in denen wir ganz intensiv auf eine Veränderung warten. Und dann wieder sind wir erschrocken, wenn sich etwas verändert in unserem Umfeld, aber vor allem für uns.

Dabei sind wir ständig von Veränderung umgeben. An jedem Tag, zu jeder Stunde und praktisch in jeder Minute. Manche dieser Veränderungen können wir nicht beeinflussen. Ganz banal gesprochen: Dass es morgens um eine bestimmte Zeit hell wird und abends wieder dunkel, passiert ohne unser Zutun. Lediglich unser Verhalten liegt hier in unseren eigenen Händen. Stehe ich morgens gleich auf, wenn es hell wird oder liege ich noch länger im Bett? Bleibe ich abends lange auf oder überlege ich mir, ob dies so sinnvoll ist in Anbetracht dessen, was am nächsten Tag auf mich zukommt?

Andere Veränderungen, die im eigenen Leben auf einen zukommen, sind nicht so determiniert. Das sind z.B. Veränderungen am Arbeitsplatz. Manchmal haben wir zwar den Eindruck, dass auch diese Veränderungen unausweichlich sind. Aber wenn es uns da gelingt, den Blickwinkel zu ändern, merken wir, dass wir durchaus Einflussmöglichkeiten haben. Die eigene Haltung spielt eine immense Rolle. Ich kann ausloten, in wiefern ich diese Art der Veränderungen meine hinnehmen zu müssen. Oder liegt sogar eine Chance für mich in dieser Veränderung? Muss ich meiner Führungskraft oder meinen Kolleg*innen gegenüber eine klare Position einnehmen, und welche kann das sein? Wenn wir uns klar darüber werden, dass wir auch bei dieser Art von Veränderungen, die zwar von außen kommen, aber nicht gesetzt sind, handeln können, um wieder Kontrolle zu erlangen, dann fühlen wir uns mit Sicherheit nicht ausgeliefert.

Den eigenen Wunsch, sich zu verändern, anders zu werden im Denken, in den eigenen Einstellungen und Urteilen, können wir uns auf jeden Fall erfüllen. Dazu braucht es jedoch genauso großen Mut wie in Bezug auf die Veränderungen in unserem Umfeld. Und als ersten Schritt vor allem die Erkenntnis, dass ich selbst mich verändern kann, wenn ich will. Das ist nicht ganz so einfach, da wir ja schon eine gewisse Zeit so sind und so handeln wie wir es gewohnt sind.

Aber wenn ich bemerke, dass ich meinen bisherigen Weg und die Art und Weise, wie ich ihn beschritten habe, verlassen möchte, dann gilt es bereit zu sein für diese Weggabelung und für den Blick in die neue Richtung. Die Fähigkeiten dazu sind alle in mir vorhanden. Manchmal braucht es jedoch etwas Zeit und vielleicht auch Unterstützung, um sie zu entdecken.

Meine Wegbegleiter